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Lou und Konrad aus Frankfurt am MainSie sind sich sicher, mich schon einmal gesehen zu haben? Das wundert mich nicht. Mich vergisst man so schnell auch nicht! Ich bin das Ergebnis einer kurzen aber leidenschaftlichen Affäre meiner Mutter Greta und einem Australian-Shepard-Rüden. Als Welpchen kam ích zu meiner Familie, meinem Herrchen, Frauchen und 2 Kindern. Der Familienhund Konrad -ein kleiner Münsterländer- hat mich ohne zu murren, freundlich aufgenommen. Seither leben wir alle zusammen und verstehen uns wirklich super.
Ich bin wirklich ein ganz großartiges Hundchen und wurde von meiner Familie sehr gut erzogen. Allerdings meinte mein Frauchen, dass ein wenig Feinschliff nicht schaden kann und so kam es dann wie es kommen musste: Das allererste was Frauchen Konrad und mir abgewöhnen wollte, war die "lästige Bellerei und hochhopserei" wenn es an der Türe klingelte. Das kann ich gar nicht verstehen, dann Frauchen sagte auch immer zu den Kindern, dass Sie den Besuch freundlich begrüßen sollten. Wie auch immer, alles war nun anders: Wir lernten, auf Zuruf auf unsere Decken zu gehen und dort zu warten, bis wir wieder runtergehen durften. Das übten wir immer wieder auf's neue und es wurde von mal zu mal besser. Danach übten wir das ganze, wenn es an der Tür klopfte und klingelte. Wir -der Konrad und ich- fanden das am Anfang voll blöde, weil ja der Besuch eigentlich freundlich empfangen werden sollte..... Aber ein Leckerchen machte das doofe Warten erträglich. Als wir dann endlich den Besuch begrüßen durften, war bei uns aber irgendwie die Luft 'raus, so richtig freuen konnten wir uns dann auch nicht mehr. Es ist gar nicht so schwer, den Besuch zu erziehen. Wir fanden es sehr schön dass es ab sofort ruhiger zuging. Wir haben gelernt, dass wir unseren Besuch nur ignorieren mussten und schon fuchteln die nicht mehr mit den Händen vor uns herum. Das da unten ist übrigens Paula. Die hat mir ganz alleine beigebracht, auf das Holzpferd zu springen und dort zu warten, bis sie wiederkommt und mich abholt. Mache ich doch super, oder?
Wir gehen ganz oft in den Wald spazieren. Mittlerweile habe ich gelernt, dass es sich lohnt mal nach Frauchen zu schauen, bevor sie einfach mal verschwindet. Ich kann ja eigentlich gar nichts dafür, aber wenn ich da so eine interessante Fährte aufnehme, dann ist es gar nicht so einfach zu widerstehen.... Frauchen hat gelernt, mich ganz genau zu beobachten. Ich glaube, dass sie mittlerweile Gedanken lesen kann. Kaum dass ich losrennen will, ist sie verschwunden oder ruft mich zu ihr. Ich weiß genau, dass es sich lohnt, zu meinem Frauchen zu kommen. Wir machen dann die tollsten Sachen, es gibt Lob, was leckeres oder wir spielen kurz miteinander und ehe ich mich versehen habe, ist die Fährte weg, einfach verschwunden.... Es wäre ja auch wirklich doof, wenn ich mein Frauchen verlieren würde, nur wegen einer Fährte. Hin und wieder drehe ich mich um und schaue mal nach, ob Sie auch noch da ist oder gehe einfach zu ihr zurück, bevor sie mich rufen muss. Da freut die sich aber! Ich sage ja, mir kann man wirklich nicht widerstehen. Über die ganze Zeit hinweg habe ich doch tatsächlich vergessen, andere Hunde anzupöbeln. Ja, ich bin halt ein kleines Zicklein. Hin und wieder (manchmal auf öfters) habe ich es richtig darauf angelegt. Es hat sich ja auch immer einer gefunden, der mitmacht, und wenn nicht war es auch nicht schlimm. Ich hatte schon meinen Spaß, Frauchen eher nicht so. Ich habe ich mir das eigentlich von ganz alleine abgewöhnt. Es gibt ja auch wirklich wichtigeres im Leben als rumzupöbeln. Ich gehe völlig entspannt -ohne Leine- immer in Frauchens Nähe (manchmal auch ein bisschen weiter weg) an anderen Hunden vorbei. Das macht den gemeinsamen Spaziergang sehr angenehm.
Konrad ist immer dabei, an meiner Seite. Völlig gelassen und souverän macht er alles mit und verzeiht mir kleine Ausrutscher. Er teilt alles mit mir, auch wenn ich ihm gegenüber manchmal unwirsch reagiere. Er ist halt durch und durch ein Gentleman und weiß sich einer Dame gegenüber zu benehmen. Manchmal gelingt es mir sogar, den Konrad ein bisschen anzustecken mit meinem Unsinn. Wenn wir alleine im Auto sind, dann hopsen wir auf die Vordersitze und erschrecken die Passanten. Das ist ein Spaß sage ich Euch. Die denken an nichts böses und wenn die ganz dicht am Auto sind, dann machen wir aber so richtig Randale bis das Auto wackelt.
Da ich ja in den Augen meines Frauchens die Initiatorin des Bellspektakels war, gab es eines Tages eine Autofahrt der besonderen Art, nur für mich alleine. Ich habe irgendwie den Eindruck, dass man es darauf anlegte, andere Hunde zu treffen...... Wie auch immer, bellen machte nicht wirklich Spaß, im Gegenteil! Ich ließ mich davon überzeugen, dass es sich lohnte, ruhig zu sein. Frauchen hat die Hausaufgabe bekommen, dies ganz fleißig mit mir zu üben, was daraus geworden ist, werde ich ein anderes Mal berichten. Von dem Training hat nicht nur Frauchen profitiert, ich auch. Frauchen hat gelernt, "meine Gedanken zu lesen" und dass es nicht wichtig ist, einen perfekten Hund zu haben.
Mein Fazit: Wer einen gut erzogenen Hund hat und noch mehr Spaß am Gassi gehen haben möchte, der sollte sich mal zeigen lassen, wie leicht es ist, seinen Hund mit kleinen Tricks und artgerechtem Entertainment in die Aufmerksamkeit zu bringen. Es ist ein wirklich schönes Bild, wenn Hund und Halter sich beim Spaziergang anlächeln. |
..Kein Training ohne..
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