Kira aus Neu-Isenburg
Mein Name ist
Kira. Ich bin am 13.07.2007 geboren.
Meine
Spezialität war bis vor kurzem-und darin war ich wirklich unschlagbar- Frauchen
und Herrchen hüten. Wie das geht? Nichts einfacher als das:
Wer sich von
mir wegbewegt, dem beiße ich ordentlich in die Waden, nach ein paar mal
ordentlichem Zwicken gehorchen die Menschen in der Regel ganz gut und passen
auf, dass Sie mich nicht "verärgern".
Nach und nach
kann man alles so ganz gut unter Kontrolle bringen. Wer bitte schön kann einem
so süßen Welpen wie mir böse sein? Ich war doch noch so klein, die Couch war
mein und so sollte es für immer sein.........
Blöderweise
haben sich meine Menschen -aus welchem Grund auch immer- dann entschieden, sich
so einen Spielverderber von Hundetrainer ins Haus zu holen. Wie kann es sein,
dass auf einmal irgend jemand mir in meine Rudelpolitik hineinreden möchte? Ich
bin voll und ganz alleine in der Lage, meine Menschen zu erziehen, da
brauche ich keine Unterstützung!
Dann wurde ich
aber ganz schnell hellhörig: Da sagte doch jemand zu Frauchen: " Ich werde Ihnen
´mal zeigen, wie die Kira Ihnen auf Schritt und Tritt folgen wird" und " Können
Sie sich vorstellen, dass Ihre kleine Kira auf Abruf alles liegen und stehen
lässt, nur um zu Ihnen kommen zu dürfen?"
Was für blödes
Sprüche, dachte ich damals. Wer fragt denn mich, ob ich das denn überhaupt
möchte? Blöderweise, sorry..... Zum Glück hat mich erst einmal niemand
gefragt!
Am Anfang fand
ich es ganz schön doof, dass es immer in eine andere Richtung ging, als in die
meinige. Aber gut, irgendwann ging es ja dann auch weiter. Dieses andauernde
"auf und ab", "hin und her" fand ich ganz schön nervig. Da hat "an der Leine
ziehen" gar keinen Spaß mehr gemacht. Dafür gab es auf einmal ein Leckerli, weil
ich nicht mehr an der Leine gezogen habe.
Gut, ich bin
zwar ein Dickkopf, aber man kann ja mal was anderes probieren.
 
Was ich auf den
Fotos da oben mache? Also ich muss hier praktisch Frauchen auf Schritt und Tritt
folgen. Da war von "Vertrauen aufbauen" und "Lob verdienen", "kommen
dürfen statt kommen müssen" usw. die Rede. Ihr findet das komisch? Das war ein
ganzes Stück Arbeit sage ich euch, aber es hat Spaß gemacht, mit Frauchen durchs
Unterholz zu marschieren.
Vor allem hat
Frauchen mir ja schon den Weg geebnet, ich brauchte ihr ja nur "auf
Schritt und Tritt" zu folgen. Klar, hätte ich einen anderen Weg gehen können -
so wie früher- dann hätte ich aber wahrscheinlich ein Problem gehabt und mich
irgendwo verfangen......
War schon ganz
gut, dass Frauchen mir zeigt, wo es langgeht. Man (Hund)
muss nur genau das machen was Frauchen sagt. Und hinterher gibt es dann ein dickes
Lob.
    
Hier muss ich
zeigen, dass ich bedingungslos meinem Frauchen vertraue. Das war gar nicht so
einfach, weil ich bisher immer diejenige war, die gesagt hat wo es lang geht.
Angst hatte ich keine, nein ich bin ja die Kira. Aber es war schon ein wenig
unheimlich auf einmal nicht nur gassi zu gehen, sondern auch noch
Gleichgewichtsübungen zu machen.
In erster Linie
sollte ich erst einmal darauf vertrauen, dass man mir hilft, Barrieren zu
überwinden und dass ein Waldspaziergang auch mit Entertainment verbunden sein
kann. Auch Frauchen und Herrchen haben viel gelernt, was man einem kleinen Hund
so alles bieten kann.
Aber Vorsicht:
Es muss immer gewährleistet sein, dass das Hundchen -egal wie alt oder wie groß-
gesichert ist und sich nicht verletzen kann und auch nicht aus falschem Ehrgeiz
überfordert wird.
Ein paar
Minuten reichen völlig aus, danach ist Erholung angesagt! Die Zeit kann man mit
Schmusen oder laufen oder so verbringen. Außerdem ist es wichtig dass auch ein
Hund erst einmal "Betriebstemperatur" hat, d.h. die Muskeln und Bänder
entsprechend aufgewärmt sind.
    
   
  
Ich brauche
Euch ja nicht zu sagen, dass Hundeerziehung nicht immer nur was für Hunde ist.
Wie Ihr seht fand mein Frauchen das auch klasse. Im Gegensatz zu vorher
haben jetzt wir beide zusammen Spaß. Frauchen passt auch super auf, dass ich
mich nicht zu sehr ins Zeug lege, das finde ich klasse.
Wir hören
meiner Meinung nach immer zu früh mit solchen Übungen auf, aber ich bin schon
immer ganz gespannt, was sie sich als nächstes einfallen lässt. Da lohnt es sich
doch glatt, immer in Reichweite zu bleiben!
   
Was soll ich
denn noch viel erzählen? Ich glaube die Bilder sprechen für sich. Mittlerweile
brauche ich gar keine Leine mehr. Wenn Frauchen ruft, dann muss ich gar nicht
weit laufen, bin immer in Reichweite. Wir verstehen uns super und haben uns zum
knutschen gern.
Ach übrigens,
Die "Spezialmethoden" kann ich nur empfehlen. Ich habe mein ganz spezielles
Erziehungsprogramm erhalten. Meine Trainerin sagte immer "Aus dem kleinen Flummi
machen wir ein ganz liebes Hundchen" Und hat doch funktioniert, oder?
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